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Vegane Sporternährung: Veganer:innen sporteln bewusster

Vegan und Sport: Ist das eine gute Idee? Und wenn ja, worauf sollte man achten? Gibt es Sportarten, die besonders gut für Veganer:innen geeignet sind? Wir haben uns einen Überblick verschafft, was zum Thema bekannt ist, und haben Antworten auf die wichtigsten Fragen gefunden.

Der Veganismus hat sich in den vergangenen Jahren in der Gesellschaft immer mehr etabliert. Auch wenn er einerseits für Kopfschütteln sorgt, so ist er andererseits zu einem echten Trend geworden – auch bei Profisportler:innen: Die Liste der bekannten vegan lebenden Sportlerinnen und Sportler wird von Jahr zu Jahr länger. Von Boxer Mike Tyson über den Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton bis hin zu Läuferin Ruth Heidrich schwören unzählige Sport-Stars auf die vegane Ernährung. Ihr Argument: Durch die vegane Ernährung ließen sich höhere Leistungen erzielen. Doch stimmt das wirklich? Und was sollte man beachten, wenn man sich vegan ernährt und Sport treibt?

Spezielle Sportart für Veganer:innen

Grundsätzlich ist es schwer, eine Sportart herauszugreifen, aber der Verein Team Vegan (Erster veganer Sportverein in Österreich) deckt beispielweise folgende Sektionen ab: Leichtathletik mit Fokus auf Laufsport, von Sprint-Bewerben bis hin zu Ultradistanzen, Triathlon und Kraftdreikampf. Einmal in der Woche gibt es gemeinsames Stabi- bzw. Yogatraining, einen Lauftreff und Schwimmtraining auf der 50-Meter-Bahn in der Stadthalle. Ergänzend gibt es in unregelmäßigen Abständen auch spezifische leichtathletikbezogene Trainings, wie z. B. Kugelstoßen oder Speerwurf. „Unsere Athletinnen und Athleten schneiden über alle Sektionen hinweg immer wieder ganz ausgezeichnet bei Landes- und österreichischen Meisterschaften ab“, sagt Stella Hatzl, Schriftführerin des Vereins Team Vegan.

Fokus auf Ernährung

Ernährung nimmt in Bezug auf sportliche Leistungen eine entscheidende Rolle ein. Darum kann man dem Veganismus auch keine spezielle Sportart zuordnen. Denn sowohl für den Muskelaufbau als auch beim Ausdauertraining ist es wichtig, dass der Körper optimal mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt wird und die Kalorienzufuhr daran angepasst ist. Diese speziellen Anforderungen müssen mit einer gut geplanten veganen Ernährung besonders leicht erfüllt werden können. Dies erkennen auch der österreichische Profi-Fußballer Philipp Hosiner, Extrem-Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner und auch Patrik Baboumian, stärkster Mann Deutschlands von 2011.

Positive Auswirkungen

Pflanzliche Lebensmittel haben eine hohe Nährstoffdichte und somit einen hohen Energiegehalt vieler gesunder Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe. Dazu zählen Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide. Sie gelten als qualitativ hochwertig und sind für Sportler:innen von besonderer Bedeutung, da sie bei intensivem Training einen höheren Bedarf an essenziellen Nährstoffen haben. Außerdem ist eine vegane Ernährung in der Regel reich an Kohlenhydraten. Diese sind der wichtigste Energieträger, auf den der Körper bei sportlicher Belastung zurückgreift. Der Fettanteil ist hingegen eher niedrig, was den Empfehlungen hinsichtlich einer ausgewogenen Sporternährung entgegenkommt. Ein besonderer Vorteil von pflanzlicher Kost ist der hohe Anteil an Antioxidantien: Körperliche Aktivität kann die Bildung freier Radikale steigern und die damit einhergehenden Oxidationsprozesse im Körper fördern. Dies begünstigt unter anderem die Entstehung von Krebs und Arteriosklerose. Beta-Carotin, die Vitamine C und E sowie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe können Entzündungsreaktionen lindern und zu einer kurzen Regenerationszeit beitragen.


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